Zweitklässlerlieblingswitz

Fragt eine Schlange die andere:

„Duuuu? Bin ifff eigentliffff gifffftiffff?“

Sagt die andere: „Wiesssssooooo?“

„Ifff habe mir gerade auffff die FFFFunge gebiffffen!“

 

Großes Kinderkringeln vor Lachen. Einer ist sogar vom Stuhl gekullert und hat sich den Kopf gestoßen. Wann im Leben geht einem eigentlich dieser Sinn für Humor und die Freude um der reinen Freude willen verloren?

 

Bullenreiten

Guten Morgen.

Habe ich eigentlich erzählt, dass ich furchtbar schlimmen Muskelkater habe? In den Adduktoren. Oder den anderen. Also Innenseite Oberschenkel. Urlaubsadduktorenmuskelkaterschmerzen. Ich war nämlich beim Bull Riding. Saucool! Ich denke, ich darf in aller Bescheidenheit behaupten, Talent dafür zu besitzen. Sollte es also irgendwann mit der Schule nicht mehr klappen, dann investiere ich in ein Paar Cowboystiefel und verdiene mein Geld beim Rodeo.

Jiiiieee-haaaa

 

Urlaubsplanungen

Ich habe geschlafen, ich bin ein neuer Mensch!

Voller Tatendrang kann ich mich nun unserer Urlaubsplanung widmen. Am Freitag geht es los und es ist noch überhaupt gar nichts vorbereitet. Das kann ich ja gar nicht leiden, so ungeplante Aktionen. Das Einzige, das schon steht, ist meine Leseliste. Zum Sommerferiengefühl* gehört neben dem Friseurbesuch für mich unbedingt immer auch ein Großeinkauf in der Buchhandlung. Ich lese dann querbeet und äußerst lustvoll Fach- und Schundliteratur, Triviales und Wichtiges durch- und nebeneinander her. Da ich das ganze Jahr über ständig Bücher kaufe und – mangels Zeit – zunächst nach Farben sortiert (am liebsten mag ich rot eingebundene)  in die Bücherregale einräume, muss ich viele Bücher erstmal wiederfinden. Manchmal purzelt mir dabei ganz unverhofft eins in den Schoß, was ich schon vergessen hatte. Dann ist die Freude natürlich umso größer. Bisweilen nehme ich aber auch Bücher in die Liste auf, die sehr widerspenstig sind und die ich schon seit Monaten immer wieder auf- und nach wenigen Seiten zuschlage. Manchmal passen dann einfach Zeit und Ort nicht zusammen. Da bieten die Sommerferien die zweite Chance. Was während dieser Wochen nicht gelesen wird, das wird erfahrungsgemäß nie gelesen.

Sommerferienleseliste 2011:

  • Alex Capus: Léon und Louise
  • Marie-Sabine Roger: Das Labyrinth der Wörter
  • Robert Jourdain: Das wohltemperierte Gehirn. Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt
  • Roger Willemsen: Die Enden der Welt (2. Chance-Buch)
  • Eva Baronsky: Herr Mozart wacht auf
  • Terry Pratchett: Das Mitternachtskleid (Ich LIEBE Terry Pratchett!)
  • Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag (Ich gebe zu, das habe ich nur wegen des Namens der Autorin gekauft. Klingt der nicht wunderbar?)
  • Cornelia Funke: Herr der Diebe (ja, ich lese auch Kinderbücher. Und nicht wenige. Wie soll man denn Kinder zum Lesen animieren, wenn man keine Empfehlungen geben kann?)
  • Dennis Gastmann: Mit 80.000 Fragen um die Welt
  • Ludwig Rendle: Ganzheitliche Methoden im Religionsunterricht (da muss ich nochmal mit Bleistift und Post its ran)
  • Axel Hacke/ Giovanni Di Lorenzo: Wofür stehst du?

Jetzt muss ich nur noch das eine Buch wiederfinden, dass ich im April oder Mai gekauft hatte. Da ging es um… ich weiß nicht mehr. Aber das war blau. Oder grün?

Egal, Lesen ist wunderbar!

* (gutes Wetter kann man ja getrost bei dieser Aufzählung auslassen…)

Schöner Wohnen

Heute bleibt es kurz. Nachdem ich morgens erfolgreich gegen den Schmerz geatmet habe (nochmal danke für den Tipp!), dachte ich, ein bisschen malern könnte nicht schaden. So als Gegenbewegung, ich bin ja Rechtshänder. Dabei Rhapsody in Blue gehört und Barbers Adagio for Strings (und nur ein ganz kleines bisschen dabei vor Rührung geweint). Eben habe ich das letzte Stück Abklebeband entfernt und jetzt ist es schon dunkel draußen. Und weg ist der Tag. Da muss jetzt also jeder Verständnis fürs Nicht-Schreiben haben, ich hab ja nichts erlebt. Außer, dass ich drei phänomenale Farbtöne auf mehreren Wänden verteilt habe. Onionskin, Talas und Seagull. Letzteres sieht allerdings mehr nach Möwenkacke aus als nach Möwe. Muss ich morgen mal bei Licht gucken.

Als ich frisch im Lehramt war habe ich ungelogen in  j e d e n  Ferien gestrichen. Therapeutisches Streichen. Farbpsychologie und so. Lichtblau für mehr Ruhe und Ausgeglichenheit im Schlafzimmer, kräftiges Gelborange für Vitalität und Lebensfreude in der Küche, frisches Grün für Schaffenskraft und Tatendrang im Arbeitszimmer. In den folgenden Ferien dann mal andersrum. Insgesamt hatte ich damals eine wirklich aufregende Lebensphase.

Mittlerweile weiß ich: Alles Blödsinn.

Heute streiche ich Grau. Zwiebelgrau, kirgisisches Grau und Möwenkackengrau. Wer will schon Aufregung in den Ferien?!

 

Entspannung

Heute hatten wir einen äußerst entspannten Schultag. Es war mal ausnahmsweise keine Referendarin, keine Praktikantin und niemand zum Hospitieren da. Niemand, der mich in der Pause unbedingt mal eben sprechen wollte und niemand, der in den Unterricht geplatzt kam, weil wieder irgendwo meine Anwesenheit benötigt wurde. Die Pause verlief ruhig, es gab weder Tränen noch größere Verletzungen. Also hatten meine Kinder und ich es nett miteinander. Das Schreibschrift Y war kein Problem, die ersten Sachaufgaben in Mathe (Lea hat 9 blaue und 6 rote Murmeln…) haben wir ruhig angehen lassen, es war noch genug Zeit für ein paar Lieder, das tägliche Frühstücksdiktat und ein bisschen Freiarbeit. Was will man mehr?

Den warmen Nachmittag konnte ich dann trotzdem nicht so richtig genießen, weil ich drei Stunden auf einer LRS-Fortbildung war. Aber auch das war ok, ich hab was Neues gelernt. Insgesamt also mal gar nichts zu bemängeln. Ob ich mir Sorgen machen sollte?

 

Dann nutze ich den freien Platz mal, um euch da draußen mitzuteilen, wie spannend ich das finde, dass jetzt täglich immer neue Leser dazukommen. Wow, damit hätte ich nach einer Woche gar nicht gerechnet, wie toll! Ihr dürft auch ruhig Kommentare hinterlassen, meine Zeugnisse sind fertig, ich habe Zeit zu antworten 🙂

Aber vielleicht denken sich auch die meisten „oh je, wieder so eine arme, irre Lehrerin, da wollen wir mal lieber wieder schnell von der Seite runter!“ – kann ja auch sein. Wie dem auch sei, sagt doch mal PIEP.