Ja, Mist. Da hab ich hier die 25.000 verpasst. Dabei wollte ich doch mit dem Herrn Weh dann nochmal ein Glas Sekt trinken. Jetzt muss ich auf die 50.000 warten. Das kann ja noch dauern. Aber so ist das, wenn man soviel im Kopf hat. Da hat sie Pech gehabt, die Frau Weh. Und wer jetzt meint, man könnte ja auch so mal einen zwitschern. Nee, das klappt hier nicht. Wir sind ein gut beschäftigter Haushalt mit randvollem, mehrspaltigem Familienkalender. Da ist nicht gut zwischendurch zwitschern. Das rächt sich spätestens am nächsten Morgen. Um 5.30 Uhr. Das ist die bevorzugte Aufstehzeit des Miniwehs. Ich habe noch nie verstanden, warum Kinder von jetzt auf gleich wach sein können. Also so richtig wach. Ohne Anlaufphase und langes heißes Duschen. Und ganz ohne Kaffee. PAMM, wach, aufstehen, spielen, Spaß haben, laut sein.
In der Schule war es heute ruhig. Aber ich war auch nur ganz kurz da, um die PCs anzuschließen*. Da hatte ich gestern keine Lust mehr zu. Jetzt läuft alles wieder. Da werden sie sich freuen, die Zweitklässler. Können sie nämlich zwischendurch wieder Puschi spielen. Leider, leider ging das nämlich in der letzten Zeit nicht. Da war ja was mit dem Netzwerk. (Natürlich läuft Puschi gar nicht übers Netzwerk. Aber das wissen ja die Kinder nicht.) Mich mögen die Kinder. Puschi lieben sie. Traurig. Falls hier jemand Puschi nicht kennt, das ist so ein Minispielchen aus der Lernwerkstatt, erinnert stark an die C64-Zeiten. Ein grünes Kügelchen mit Silberblick muss zwischen Hindernissen entlanggeleitet werden. Am Ende des Levels quäkt Puschi dann:
„Lalala… Puschi!“
oder
„Puuuuuuuuuuuuuuschi go!“
oder
„Pu pu Puschi!“
Irgendwann töte ich Puschi. Heimlich, nachts. Oder ich lasse mir von einem Informatiklehrer so ein großes Dingsda programmieren, wie damals bei Ghostbusters („Press play on tape!“ Das waren noch Zeiten!), was dann kommt und Puschi einfach platt tritt. Wie hieß das denn noch? Also nicht die Datasette, sondern dieses Michelinmännchen bei Ghostbusters?
Jetzt bin ich in der Schule übrigens erstmal fertig und muss bis Montag, da haben wir Konferenz, gar nicht mehr hin.
Naja. Mir fällt schon noch ein Grund ein 😉
*die Teppiche nochmal anders zu legen, die Tafel einmal ordentlich zu wischen (wäh!), ein paar Sachen an die Wand zu heften („Heute schon gemeldet? Nein? Dann aber los!“), Filzgleiter unter die neuen Tische zu kleben, Dinge aus dem alten Raum in den neuen zu räumen, Dinge aus dem neuen Raum in den Materialraum zu entsorgen, den Locher und 10 Scheren aus dem Musikraum zu holen, ein funktionierendes Netzgerät für das kleine Keyboard zu suchen, mal eben auf der Deutschlandkarte nachzusehen, welches Nachbarland ich beim Aufzählen im Auto vergessen habe (Tschechien), die Streifen mit der Vereinfachten Ausgangsschrift auf die Schülertische zu kleben, zwei Blätter zu kopieren, das Pult aufzuräumen und noch ein paar unwesentliche Dinge zu tun. Also nicht wirklich viel.