Schlecht, schlecht, schlecht!

Jetzt sind schon ein paar Tage vergangen und ich bin immer noch eine schlechte Lehrerin! Himmel! Nimmt das denn überhaupt kein Ende mehr?

Glücklicherweise bin ich nicht allein – meine Kolleginnen sind auch alle schlecht. Zumindest schlecht vorbereitet. Es ist Montagnachmittag und wir sitzen in einer Fortbildung zum Thema Diagnostik und individuelle Förderung. Gerade haben wir von den beiden Moderatorinnen vernommen, wie unterdurchschnittlich unser schulinternes Leistungskonzept ist. Eigentlich trifft unterdurchschnittlich es nicht genau. Tatsächlich wäre nichtexistent weitaus treffender, denn das ist es: gar nicht da! Wir haben keins und so wie Chefin uns fixiert, ist völlig klar, wer Schuld daran trägt.

Tatsächlich zeigt ein Blick in die Runde, dass die Motivation des Kollegiums durchaus größer sein könnte. Frau Mandel ist auf Krawall gebürstet und streitet sich mit den Moderatorinnen. (Sie hatte heute morgen Besuch von einem Kollegen einer weiterführenden Schule, der zwar des Lobes voll war, sich aber auf die erwartete Weiterentwicklung verschiedener Methoden sehr zurückhaltend äußerte. Nein, einen Sitzkreis würde er nicht so oft machen. Und diese Bilder an den Wänden! Hübsch. fürwahr! Doch leider ginge das bei ihm später nicht mehr – der Brandschutz, Sie verstehen? Und wie schön, dass Sie sich solche Mühe mit den Empfehlungen für die weiterführenden Schulen geben, leider spielen die bei der Schulwahl eine – nunja – untergeordnete Rolle. Aber er freut sich wirklich sehr darauf, uns in einem halben Jahr an seiner Schule begrüßen zu dürfen, um sich mit uns auszutauschen. „Nee, da hat er sich geschnitten, ich bin da raus!“, tönt Frau Mandel später, „ich gehe überhaupt gar nicht mehr zu den Erprobungsstufenkonferenzen mit den weiterführenden Schulen. Was denken die sich denn? Erst alle Kinder annehmen, auch wenn ich da Hauptschule draufschreibe und sich anschließend bei mir beklagen? Nee, nicht mehr mit mir!“)

Auch Frau Müller hat ihr Päckchen zu tragen. Seit dem Wochenende leidet sie unter Verstopfung. Dies entlockt ihr von Zeit zu Zeit einen schwermütigen Seufzer.

Frau Nachtschatten dämmert vor sich hin („Förderpläne? Hatten wir die früher eigentlich auch?“).

Frau Schmitz-Hahnenkamp lässt sich sauertöpfisch darüber aus, dass sie nicht bereit sei, auch nur einen einzigen Förderplan auszufüllen. Nicht für diese Kinder und erst recht nicht für diese Eltern!

Frau Abendroth ist… tja, eben Frau Abendroth, sie isst vier Radieschen, lässt sich versehentlich eins in den Ausschnitt kullern, springt wild gestikulierend auf und hüpft auf einem Bein, bis das kleine Gemüse unten wieder heraustrudelt (ganz rot ist es dabei vor Verlegenheit geworden, das arme Ding!). Anschließend setzt sie sich hin als sei nichts gewesen und setzt ein semi-interessiertes Gesich auf, um mir Sekunden später zuzuraunen „Ätsch, ich hab‘ ja nur noch kurz. Aber du musst noch 30 Jahre!“

Zu meiner Linken sitzt Chefin, die sich in jedem Wort der Moderatorinnen bestätigt sieht. Ein Jammer, dass sie ausgerechnet einem innovationsunfähigen Kollegium wie dem unseren vorstehen muss, man sieht es ihr deutlich an.

Ich blicke in die mir so vertraut gewordenen Gesichter. Müde sind sie geworden. Resigniert. Mir fällt ein, wie befremdet ich mittlerweile an manchen Morgenden angesehen werde, wenn ich fröhlich das Lehrerzimmer betrete, und fühle mich darin bestätigt, dass es langsam Zeit wird Abschied zu nehmen. Ich wünsche mir ein Kollegium, das weniger jammert. Sich gegenseitig mehr unterstützt und im Team arbeitet. Ich wünsche mir Kolleginnen, die bereit sind, ein Kind auch mit seinen Schwächen anzunehmen. Ich wünsche mir weniger vorwurfsvolle Post-Its auf meinem Schreibtisch und bessere Absprachen. Einiges mehr steht noch auf meiner Liste, doch lautet der vordringlichste aller Punkte schlicht Veränderung.

Nach der Konferenz fasse ich mir ein Herz und teile der Chefin mit, dass ich mich versetzen lassen will.

0 Kommentare zu „Schlecht, schlecht, schlecht!

  1. Liebe Frau Weh,
    nach allem, was ich hier so lese, ist das für Dich bestimmt eine gute Entscheidung. Für die Kinder, die an Deiner bisherigen Schule sind, hingegen nicht so sehr. Aber ich kann es sooo nachvollziehen, es bringt ja nichts, wenn man sich nur ins Leere abmüht.

  2. jetzt im ernst?
    wow! mutiger und bestimmt auch guter schritt.
    es klingt, als wäre das lange gereift und kein schnellschuss.
    hast du schon eine schule im auge, frau w?

    ich drücke dir die daumen, vor allem für ein weniger jammerndes und motivierteres kollegium!

    1. Nein, ich habe noch keine Schule im Auge, wohl aber zwei Städte, die entfernungstechnisch interessant für mich sind.

  3. Liebe Frau Weh!
    Wie gut kann ich dich und deine jetzige Situation versteht! Mir ging es vor drei Jahren ganz ähnlich (am Ende war ich so resigniert -und nah am Burn out- das ich lieber ein Jahr Kranheitsvertretung gemacht hätte, als noch ein weiteres Schuljahr an meiner alten Schule).
    Der Zufall und einige glückliche Umständen haben mich dann an meine neue Schule geführt. Hier stimmt alles, was mir wichtig ist: Pädagogisches Konzept, Schulleitung und Räumlichkeiten.
    Manchmal muss man den Sprung ins Ungewisse einfach wagen, oder wie meine jetzige Konrektorin (die viel mehr eine Kollegin ist) immer sagt: No Risk, no Fun!
    Ich drücke die ganz fest du Daumen, dass du bei deinem Wechsel genau so viel Glück hast!

    Viel liebe Grüße von Frau Reiter!

    P.S.: Kannst du zum Halbjahr wechseln oder geht das -wie bei uns im Südwesten- nur zum Schuljahresende?

    1. Wie schön, dass es sich durch den Schulwechsel für dich zum Besseren gewendet hat! Es ist ja gar nicht so, dass ich meine Kolleginnen nicht mögen würde – ganz im Gegenteil. Nur die Arbeit läuft nicht ganz so reibungslos. Von daher erhoffe ich mir etwas frischen Wind von einem Schulwechsel. Wechseln kann ich aber frühestens in einem Jahr, insofern fließt hier noch viel Wasser den Rhein runter 😉

      Liebe Grüße 🙂

  4. Wow! Finde ich gut,dass Du weisst, was „Dir fehlt“ und dich zu diesem Schritt entschieden hast…ich hoffe Du findest eine Schule, die nicht so weit weg ist vom Wehschen Anwesen und positivdenkende Kollegen beinhaltet…so ein Bisschen Idealsmus sollte als Lehrereigenschaft breitere Akzeptanz erfahren-finde ich!

    1. Meine Erfahrung: Lieber ein paar Kilometer weiter fahren und eine tolle Schule mit netten KollegInnen haben als umgekehrt.
      Anna

      1. Mjoah…ich bin da eher eine Mimose…ausserdem eine Nachteule, ich kann später abends viel besser lernen,organisieren,Papier- und Schreibtischarbeit erledigen…auf Dauer ist das natürlich schwer auszuhalten, wenn ich vor 6 Uhr morgens wieder aufstehen müsste…(lange fahren/früher aufstehen später nur, wenn gute ÖPNV-Anbindung)
        Bei Frau Weh denke ich ja nicht nur an eine bequeme Lehrerin,sondern auch an die Wehwechen und an Mister Weh, die von jedem nicht gefahrenem Kilometer profitieren…

      2. Das ist schon richtig, ich brauche eine Schule, die wohnortnäher liegt. Denn tatsächlich habe ich mit jeder Minute weniger Fahrtzeit gewonnen. Im Moment besteht das Leben aus arg viel Hetzerei und das ist für alle Beteiligten ein Stressfaktor, der gerne reduziert werden kann.

  5. ohje, meckernde, aber nichts ändernde Kollegen kenn ich auch… ich möchte nicht so werden, sondern auch noch irgendwann in 30 Jahren mit Freude in die Schule kommen…

    1. Ich weiß nicht, wie ich in 30 Jahren zur Schule gehen werde – ob ich es dann überhaupt noch kann und will. Und ich glaube, dass wir in einem Schulsystem arbeiten, dass es dem einzelnen Kollegen sehr schwer macht über die Jahre. Bei jeder neuen schulpolitischen Sau, die man durchs Dorf zu treiben gezwungen ist, an die man aber nicht glaubt, verliert man ein Stück Glaubwürdigkeit und Idealismus. Was bleibt da nach 40 Jahren übrig?

      1. nunja, aber ich sehe auch an meiner Schule gerade, dass der frische Wind, den ich als Referendarin dort hineingebracht habe, richtig gut tut. Auch ältere Kollegen fangen an nachzudenken und machen kleine Schrittchen Richtung Veränderung. Aber ich glaube, dass liegt auch viel an meiner Persönlichkeit, ich bin sehr offen und ehrlich, aber immer emphatisch den Kollegen gegenüber. Mein Kollege (drei Jahre vor der Rente) hat letztens eine CD mit Bildern (Schulfest) gebrannt, obwohl er nicht mal wusste, wie der PC angeht… kleine Schritte, die wachsen machen zumindest mir Hoffnung!!! Vielleicht kann man die Sau auch zähmen, sodass man sie nicht treiben muss, sondern sie einem folgt!

      2. Ich denke auch, es ist der Ton, der die Musik macht! Und natürlich bringen Referendare neue Ideen und frischen Wind mit sich. Manchmal allerdings auch eine Menge Arbeit für die Mentoren. Sagen wir, es ist ein Nehmen und Geben 😉

  6. Liebe Frau Weh,

    ich mag Ihre Texte. Ich mag sie sogar sehr. Vieles kommt mir so seltsam vertraut vor. Dabei bin ich gar keine Lehrerin. Und trotzdem findet sich viel von dem, was Sie beschreiben, auch in meinem Berufsalltag wieder (ich arbeite in der beruflichen Rehabilitation). Was ich meine? Desillusionierung der Kollegen, fehlender Zusammenhalt bei doch eigentlich gemeinsamem Ziel, Anspruchsdenken, welches leider nich immer auch mit der Bereitschaft zum Dienst am Anderen einhergeht… Zuweilen entsteht das Gefühl, das das eigentliche Ziel längst dem Fokus entrückt ist. Und zwingt zum eigenen Nachdenken. Zum Abwägen auch: weiter durchwursteln, sich kämpfend aufreiben oder gehen?

    Ich wünsche Ihnen viel Glück aufvIhrem Weg. Und ich werde weiter neugierig folgen.

    Vielen Dank!

    1. Vielen Dank! Der Weg ist aber noch lang. Die Versetzung greift frühestens in einem Schuljahr und kann bis zu fünfmal abgelehnt werden, wenn ich da richtig informiert bin. Also noch viel Zeit um die Drittklässler nebst Eltern zum Grundschulabschluss zu führen.

    2. Hmm … ja, erstaunlicherweise erkenne ich mich auch wieder, obwohl ich in ner gaaaanz anderen Branche arbeite.

      Danke für’s Augen öffnen, Frau Weh, ich werde wohl in nächster Zeit die Stellenanzeigen wieder etwas aufmerksamer lesen.

  7. Gut so, ich verstehe es als professionell, wenn man mit einem Lächeln auf dem Gesicht ins Lehrerzimmer kommt und sich so auch vor die Klassen stellt. Zumindest kann man den Tag so beginnen, ich glaube da fehlt deinen Kollegen einfach Professionalität. Die verstehen wohl nicht, dass sie auch im Lehrerzimmer nicht die Maske fallen lassen sollten.

    1. Den Aspekt mit der Professionalität sehe ich auch so, den Teil mit der Maske allerdings…? Ich finde es ganz wichtig, dass man sich im Kollegium auch fallen lassen und aufgefangen fühlen darf und sollte. Denn sonst mutiert man ganz schnell zum Einzelkämpfer, wo man doch viel besser in der Gruppe handeln könnte. Authentizität finde ich wichtig, eine Maske aufzusetzen scheint mir fehl am Platz.

      1. Ja, das war unglücklich ausgedrückt. Mit Maske meine ich nicht, dass man sich verstellen sollte. Also am besten gebe ich mal ein Beispiel aus unserem Lehrerzimmer: Da sind zwei Kolleginnen, die jammern und jammern und alles ist sooo schlimm beruflich wie privat bla bla bla und bitte gebt mir Aufmerksamkeit und Mitleid!!! Das ist und professionell und das nervt und ich bin erst seit knapp 2 Monaten an der Schule. 😉
        In meiner Refgruppe haben wir da eine gute Balance aus beruflich und privat gefunden, glaube ich – im Lehrerzimmer sprechen wir jedenfalls anders, als wenn wir privat telefonieren/uns treffen.
        Am Arbeitsplatz jammern/unagebrachtes von sich geben geht bei mir einfach gar nicht. Macht das jetzt mehr Sinn? Ich hoffe doch! 😉

      2. Das kann ich besser nachvollziehen. Andererseits sind zwei Monate im Schuldienst ja so verschwindend gering, dass du vermutlich von richtigen Problemen noch nichts mitbekommen hast. Und der Schuldienst besteht eben nicht aus 3 Monaten Ferien und ein bisschen Arbeit 😉 Du siehst, ich habe mich auf deinem blog umgesehen. Auf jeden Fall drücke ich dir für dein Referendariat die Daumen und wünsche dir neben Kraft und Durchhaltevermögen auch die Fähigkeit realistischer Einschätzung. Tatsächlich ist es ja so – und das deckt sich durchaus mit meinen Erfahrungen und Gefühlen aus dem Vorbereitungsdienst – dass man als Referendarin der Meinung ist, am meisten und härtesten zu arbeiten und am ungerechtesten behandelt zu werden.

        Dieses Gefühl relativiert sich allerdings mit der ersten eigenen Klasse und der ersten vollen Stelle sehr schnell. Nimm das Referendariat als das, was es ist: die Vorbereitungszeit auf einen tollen Beruf, der dich aber immer wieder an deine Grenzen bringen wird.

        Hoppla, voll das Wort zum Freitag Sonntag! :mrgreen:

      3. Ich habe vorher 6 Monate an einer ausländischen Schule verbracht und dort habe ich es auch geschafft, professionell zu bleiben. Dort war es aber sowieso ganz anders, wie alles, was ich bisher in deutschen Lehrerzimmern so mitbekommen habe.

        Das denke ich nicht über mich als Referendarin – habe ich dir den Eindruck vermittelt?

      4. Ihr seid alle sooo süß ❤

        Ps: hat sich erledigt, weil…

        PPS:Frau Wehs Blog ist ja auch irgendwie nicht der richtige Ort für ne Gesprächstherapie, deshalb hab ichs mal bei mir bloggepostet^^

  8. Komm zu uns nach Wien, wir sind an so einer Schule :-)! Zuerst sind wir miteinander erwachsen geworden und jetzt altern wir in Würde :-D, aber Spaß am Unterrichten und an „Schule“ haben wir immer noch!

    1. Ich fände Wien sehr reizvoll (die Stadt, die Torte!). Aber so viel möchte ich hier dann doch nicht aufgeben 😉

  9. Ich kann sie gut verstehen. Ich war auch schon an einer Schule, wo alle mit ihrem Schicksal als LehrerInnen gehadert haben. Jetzt bin ich endlich an einer Schule gelandet, an der ich extra zur Pause komme, obwohl mein Unterricht erst nach der Pause beginnt, weil wir so viel gemeinsam lachen. Eigentlich aben wir schon fast Brennpunktschulniveauund trotzdem kommt fast jeder echt gerne zum Arbeiten.

  10. Liebe Frau Weh,

    wenn ich die Schilderung so lese, dann kann ich deinen Wunsch sehr gut nachvollziehen. Was hat die Chefin dazu gesagt?
    Ich wünsche dir, dass die Versetzung ganz schnell über die Bühne geht!
    Liebe Grüße!

    1. Ich war übrigens nach meinem Referendariat knapp davor, an die Hauptschule zu gehen. Es gab einfach kaum Stellen an der Grundschule. Allerdings bin ich froh, dass es doch geklappt hat. Ich bin eine passable Grundschullehrerin, aber ich weiß nicht, ob ich für einen anderen Zweig so geeignet wäre.

  11. Als Schulleiterin einer kleinen aber feinen Primarschule im Raum Luzern kann ich dir nur sagen: ich suche ab nächstes Jahr sicher eine Lehrperson! Bewerbungen sind willkommen!

    1. Oh, wie reizvoll! 🙂 Aber hier gilt das Gleiche wie für Wien: Es ist arg weit weg vom Lebenmittelpunkt der Familie.

    2. Oh schön! Wenn ich hier nicht eine feste Stelle bekommen hätte, hätte ich mich in die Schweiz beworben. Idee kam u.a, weil ich in Luzern geboren bin.

  12. Oh, ich glaub ich hab das Glück an so einer Schule zu sein, tolle Kollegen, ganz viel Team, manchmal auch Jammern, aber immer produktiv. Und viele „Fortbilder“ bestätigen uns, dass wir ja schon soooo viel können 😉 Und: das jüngste Kollegium der Stadt! Komm zu uns! Ich glaub wir sind auch gar nicht so weit weg….:-)

  13. Ich bin eine Lehrerin , die noch nach 36 Dienstjahren gerne in die Schule geht, gerne mit den Kindern arbeitet. Bei uns sind es u.a. die jungen Lehrerinnen, die unter der Last und den Anforderungen des Berufs schier zusammenbrechen. Täglich übertrumpfen sich die Kollegen mit Geschichten über schreckliche Schüler samt deren unfähigen Eltern oder/und die Überbelastung im Einzelnen und grundsätzlich überhaupt. Lächeln? Muntere Unterhaltung? Fehlanzeige …. wie gesagt : es sind viele junge Kolleginnen!
    Grüße vom Bodensee

    1. Ich glaube auch gar nicht, dass das unbedingt eine Frage des Alters ist. Bei uns stellt es sich so dar, weil wir gar keine junge Kollegin haben und die Altersstruktur dementsprechend ist. Ich glaube vielmehr, dass es in diesem System schwer ist, 40 Dienstjahre lang zufrieden und mit vollem Einsatz zu arbeiten, weil man sich so häufig von zweifelhaften Neuerungen überfahren sieht und sich so ohnmächtig angesichts mancher Forderungen und Zustände sieht.

  14. Liebe Frau Weh…
    ich wünsche mir dich in den südlichsten Zipfel Deutschlands….
    an eine Schule, in welcher ich gerade unterrichten darf-
    leider lesen sich deine Einträge nicht so, als würdes du im letzten Bundesland arbeiten, welches noch nicht mit an Kompetenzstandards- orienterierten Lehrplänen arbeitet.
    Wenn es dich doch hierher lockt….
    gib Nachricht!!!
    LG

  15. Arme Frau Weh,
    ich hoffe, du findest eine Schule, die deinen Vorstellungen eher entspricht. Und ich hoffe, dein Dienstherr ist brav und versetzt dich auch genau dorthin.
    Schade übrigens, dass du nicht in den Süden kommen magst. Nämlich in der Nähe der Frau-Hilde-Schule ist eine Grundschule, die könnten eine Frau Weh sicher brauchen!

  16. Ja, ich denke auch nicht, dass es wirklich am Alter/Dienstalter liegt. Ich bin aber leider jetzt nach ein paar Jährchen schon recht sicher, dass es schwer ist, den Enthusiasmus und Idealismus auch über 30 Dienstjahre aufrecht zu erhalten. Die Kolleginnen, die schon über 20 Jahre an meiner Schule sind (wir sind nämlich schön durchgemischt altersmäßig) bereichern meine Arbeit jedoch sehr, weil sie offen sind für meine Fragen und Ideen und vieeel entspannter. Die jungen Kolleginnen (ja verdammt….ich hab jetzt echt schon „junge“ Kolleginnen..man wird älter…*seufz*) bringen so viel Neues wieder mit, das ich ausprobieren will…
    ich denke…die richtige Mischung machts 😉

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