„Ich mag dich soooooooo gern! Weißt du auch, warum?“
Nathalie drückt sich wohlig seufzend an mich.
„Du bist überall so schön weich.“
Na toll.
„Ich mag dich soooooooo gern! Weißt du auch, warum?“
Nathalie drückt sich wohlig seufzend an mich.
„Du bist überall so schön weich.“
Na toll.
Ich brauche ein Diktiergerät.
Wenn ich morgens mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit bin, dann sprühe ich regelrecht vor brillianten Blogideen. Ungebremst strömen die wortreichsten, witzigsten Formulierungen aus meiner dafür zuständigen Hirnhälfte. Pädagogischer Scharfsinn gepaart mit belletristischer Raffinesse. Ein Bonmot jagt da das andere. Morgens um 7.00 bin ich wirklich unschlagbar kreativ. Ich lache selber laut über meine Ideen und lege sie – bildlich gesehen – in einer Schublade ab, um sie dann später in Ruhe aufzuschreiben.
Dann komme ich in der Schule an.
SchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchule
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SchuleSchuleSchuleSchuleFrauWehSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSch
SchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchule
SchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchule
SchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchuleSchule
Und verlasse sie ein paar Stunden später wieder mit nichts außer einem großen Gefühl der Leere.
Von Magenknurren untermalt.
Schade, ne?
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Frau Wehee, bis morgen!
Tschüss, Frau Weh!
Auf Wiedersehen, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Hast du meinen Handschuh gesehen?
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Spielen Sie Drückmich, Frau Weh?
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Kommt mich meine Mama heute abholen oder fahre ich mit dem Bus?
Tschüss, Frau Weh!
…hat mich getreten!
Gar nicht wahr!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Was haben wir als Hausaufgabe auf, Frau Weh?
Tschüss, Frau Weh!
Haben wir dich morgen, Frau Weh?
Bist du wieder gesund?
Was hatten Sie denn?
Tschüss, Frau Weh!
Hast du heute Busaufsicht, Frau Weh?
Auf Wiedersehen!
Ich habe meinen Turnbeutel vergessen!
Nein, ich habe keine Jacke mit.
Tschüss, Frau Weh!
IchmussnochganzschnellaufsKlo,FrauWeh!!!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Ich mach morgen Inselmusik, mein Papa hat schon was aus dem Internet abgeschrieben.
Tschüss, Frau Weh!
Hier stinkts!
Der Paul hat gebläht!
Überhaupt nicht, ich hau dich gleich!
Boah, geht doch mal rein!
Tschüss, Frau Weh!
Bis morgen, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
Ist heute Mittwoch? Da hab ich Betreuung. Glaub ich.
Der Erstklässler blockiert alles!
Mann ey!
Tschüss, Frau Weh!
Tschüss, Frau Weh!
(Und eine Mutter:)
SCHÖNEN FEIERABEND!
Konferenzen, die länger als zwei Stunden dauern zum Beispiel. Oder auch Magen-Darm-Grippe, ja, ohne die geht es mir viel besser. Ein kaputtes Auto ist ebenfalls so eine unschöne Sache oder Viertklässler, die sich während meiner Aufsicht die Nasen blutig hauen.
Heute richtig blöd (und fast ein Grund, dass auch ich mal jemandem kräftig auf die Nase hauen wollte) ist die Mutter, die ihren Sohn seit mittlerweile drei Jahren jeden Tag an der Klassentüre abholt, um ihm den Ranzen ins Auto zu tragen und die mir JEDESMAL wenn sie mich sieht einen SCHÖNEN FEIERABEND wünscht.
Ja, was denkt die sich denn? Dass ich tatsächlich um 13.30 Uhr fertig bin*?
Na toll!
*(Also nicht nur mit den Nerven… sondern so komplett.)
Der heutige Tag spottet jeder Beschreibung des achsobeschaulichen Grundschulalltags. Würde ich mich nicht selber als relativ kultiviert bezeichnen, ehrlich, ich würde das böse f-Wort benutzen. Es lief schief, was schieflaufen konnte. Einschließlich Jens, der sich beim Aufprall am Zaun nicht nur eine blutige Nase holte, sondern auch noch ein Stück Schneidezahn als Wegezoll hinterließ. Nein, kein Milchzahn. Dass dieses Stück Zahn in meiner Kaffeetasse landete, da ich mich bereits genau dort mitten in einem Haufen durchgedrehter Drittklässler befand, klingt jetzt vielleicht lustig, war es in dem Moment allerdings wirklich nicht. Immerhin konnte ich der Mutter glaubhaft versichern, dass ich unmittelbar zur Stelle war und auch das fehlende Stück Zahn bereits geborgen hätte. Das ist immer wichtig, Aufsichtspflicht und so. Dennoch fühle ich mich (es lesen ja auch nicht wenige Studenten und Lehramtsanwärter mit) bemüßigt mitzuteilen, dass Kaffee die falsche Nährflüssigkeit für ausgeschlagene Zähne darstellt. Milch ist besser.
Milch und Apfelsaft waren übrigens die beiden Flüssigkeiten, die sich in der Stunde vor der großen Pause bei den Zweitklässlern über Tische, Hefte, Ranzen und Boden ergossen. Und das natürlich in den einzigen beiden Momenten, in denen es heute einigermaßen leise war. Der Rest war grande catastrophe, um es gesitteter auszudrücken als es tatsächlich war. Ich konnte die Klasse nicht einmal dafür loben, dass sie in der Pause bemerkenswert wenig aufgefallen waren, da sich diese Tatsache darin begründete, dass ein Großteil der Zweitklässler erst gar nicht auf dem Pausenhof erschienen war. Durch die Milch-und-Apfelsaft-Überschwemmung im Zeitplan etwas in Verzug geraten, verließ ich den Klassenraum nämlich gerade noch pünktlich mit dem Pausenklingeln, aber ohne die fröstelnde Mehrheit der mir anvertrauten Seuchenvögel. Dieser Umstand blieb von mir – involviert in verschiedenste Pausenhof-Querelen – unbemerkt, nicht aber von der Chefin, die unglücklicherweise auf dem Weg zum Klo an meiner Klasse vorbeikam und so Zeuge wurde wie Amelie (et tu, Brute!?), Victoria, Justin, Nick, Mia-Sophie, Lotte, Benjamin und noch ein paar mehr sich vergnüglich im muckelwarmen Klassenraum tummelten. Die einen sittsam bei der Anfertigung verschiedener HimmelundHölles, die anderen bei einer gepflegten Rauferei in den Resten der klebrigen Pfütze.
HimmelundHölle wird im Englischen übrigens als Fortune Teller, also Wahrsager bezeichnet. Die gleiche Bezeichnung hätte auch Kollegin Abendroth verdient, die mir am Ende der Pause sowie am Fuße der Treppe süffisant mitteilte, die Chefin wolle mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch rundmachen sprechen. Da hätten wohl ein paar Zweitklässler über die Stränge geschlagen.
Das taten an diesem verf…eudelten Tag dann auch die eben noch in gallischer Manier verwobenen Kampfsäue aus der 3a, die ich zu unterrichten nun die Freude hatte. Da konnte dann auch der Besuch der Hauptschüler (aha, dort also heute Zeugniskonferenz) nichts mehr rausreißen. Kurz, am Ende der Stunde flossen Tränen und beinahe hätte ich jemandem einen Boomwhacker über die Rübe gezogen. Verdient hätte er es, bei meinem Seelenheil! Glücklicherweise hatte ich mich noch gerade so unter Kontrolle.
Diese grandiose Selbstkontrolle ist allerdings nicht Sache der Chefin. Dennoch erfolgte die Rüge ob meiner nachlässigen Aufsichtspflicht (welch ein Hohn, wo ich doch nur um pünktlich die Hofaufsicht zu beginnen, die Klasse vor den Kindern verließ, argh), die mich nach der 6. Stunde traf, sachlich und – oh Wunder – im freundlichen Tonfalle. Weniger freundlich war der Fall, den ich hinlegte als ich auf der immer noch vorhandenen Pfütze ausrutschte. Keine Sorge, ich lebe. Aber frei nach dem großen Stefan Stoppok: So viel Pech am Dienstagmorgen, da mach ich mir echt Sorgen!
Das Gemurre über die viele – oft unsinnig anmutende – Zusatzarbeit hat in der letzten Zeit kontinuierlich zugenommen. Die Chefin (Anfang des Jahres immer wie frisch aus dem Führungsseminar) erteilt uns daher den Auftrag, alle Termine, die uns schulisch belasten und ungebührlich Zeit kosten, zu notieren und in den großen Jahresplaner im Lehrerzimmer zu kleben. Mal sehen, ob es überhaupt so viel ist. Vielleicht stellen sich die Kolleginnen ja nur ein bisschen an. (Tun wir gelegentlich, zugegeben.)
Jetzt hängen da lauter bunte Zettelchen und flattern lustig im Durchzug. VERA steht auf einem oder auch BUNDESJUGENDSPIELE und DELFIN 4. Wenn ich die Augen zusammenkneife, kann ich WEIHNACHTSMARKT und 24 STUNDEN SCHWIMMEN lesen. Das da hinten könnte FÖRDERKONFERENZEN heißen. Insgesamt sind es 72 Zettel. Interessant, auf keinem steht UNTERRICHT. Jetzt sollen wir gewichten und Punkte auf die Aktivitäten kleben, über deren Notwendigkeit vielleicht dann doch mal geredet werden könnte. Um den exakten Auftrag zu definieren fragt eine Kollegin vorsichtshalber nach:
„Also wir sollen jetzt alle Dinge markern, die uns davon abhalten, frisch und fröhlich zu unterrichten?“
Darauf die Chefin: „Was uns davon abhält, frisch und fröhlich zu unterrichten, ist unser Beruf.“
Oha. So habe ich das ja noch nie gesehen.
Der Zaun ist über Nacht gewachsen. Ich bin mir ganz sicher.
Es ist große Pause, ich habe Aufsicht und bin – wiederholt – zum locus delicti gerufen worden. Diesmal hat es Janas Jacke erwischt, sie hängt oben über der Kante und sieht traurig aus. Luis, der verantwortliche Übeltäter, hat sich auf dem Jungenklo verschanzt. Wegen der dort anzutreffenden olfaktorischen Beleidigung verschiebe ich die Anhörung auf später und blicke skeptisch nach oben. Wie gesagt, gestern kam er mir kleiner vor, der Zaun.
„2 Meter! Immernoch! Gestern, heute und morgen auch noch!“ bellt der Hausmeister. Dieser Zaun kostet auch ihn Nerven. Nichts als Dreck haben die Arbeiter hinterlassen. Und wer muss das jetzt wieder wegmachen? Und überhaupt.
„Aber ich komme gar nicht an die Jacke dran. Das können doch keine 2 Meter sein.“, verteidige ich mich. Herr Heinzes Blick misst mich von oben bis unten ab. „Na, Mädschen, also das kann ich mir jetzt auch gar nicht erklären!“, sagts, grinst und zieht die Jacke vom Zaun. „So und jetzt passte mal ganz genau auf! Wenn ich mal nicht da bin, dann musste hier den Bolzen zunächst einmal hoch ziehen, dann rausdrehen, dann nach unten schieben, das Tor aufziehen, feststellen und dann das Ganze wieder zurück!“
(Ich summe leise das Lied vom Nippel und der Lasche vor mich hin.)
„Haste jetzt auch zugehört, Mädschen? Ihr seid hier verantwortlich!“
„Andernfalls Prozess am Hals!“, nicke ich ernsthaft und wiederhole „rauf, rein, raus, runter, fertig! Schon verstanden.“
Leider werden wir unterbrochen, da ich im Augenwinkel bemerke, dass die Zweitklässler ein neues Spiel erfunden haben. Darin sind sie große Klasse. Sie haben schon so bemerkenswerte Spiele erfunden wie „Socken werfen“, „Strohhalm-Dart“ oder auch „Das lustige Rülps-ABC-Spiel mit Ekel“. Ihr kreatives Potential schlägt das ihrer Lernbereitschaft um Längen. Den Zaun haben sie sogleich fröhlich als neues Spielgerät in ihr reichhaltiges Repertoire aufgenommen. Jetzt hat sich gleich ein ganzes Knäuel aus Armen, Beinen und Köpfen an einem der raufreinrausrunter-Tore gebildet und schwingt lustig hin und her. Immer mehr Kinder werfen sich juchzend hinein und klammern sich an Hälse, Schultern oder was auch immer da so rausguckt. Ich seufze leise. Immer muss ich Spielverderberin sein.
Im Laufe der Pause werde ich noch zwei Erstklässler verarzten, die im vollen Lauf gegen den Zaun knallen werden (ihn in unauffällig grün zu streichen war vielleicht nicht die beste Idee), eine – zugegeben dünne – Viertklässlerin unter dem Zaun hervorziehen und mich selber beinahe strangulieren, als ich mit dem Schal an einem der Tore hängenbleibe.
Na das kann ja noch heiter werden.
Beladen mit BW-Kampftasche*, gut gefüllter Klappkiste und drei Klassensätzen nachgesehener Musikhefte stapfe ich durch die Pfützen auf dem Lehrerparkplatz. Ich habe Glück, der Hausmeister ist bereits da, sodass ein kleiner Lichtschein den Weg notdürftig erhellt. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn ich den Erdhaufen vor dem Eingangstor – oder zumindest an der Stelle, an der sich das Tor noch vor den Ferien befand – übersehen hätte und mitsamt meinem (Über)gepäck in die dahinterliegende Grube geplumpst wäre.
Eine halbe Stunde später in der Frühaufsicht sehe ich dann auch den Grund für die veränderte Eingangssituation: man hat uns eingezäunt.
Komplett.
2m hoch. Zwar warten wir auf die Umzäunung nun schon eine ganze Weile (dass wir sie brauchen, wird jeden Morgen beim Betreten des Schulhofes klar: Glasscherben, Müll, verdreckte Türen und Fenster, Gestank wie hinterm Bahnhofsklo), aber jetzt, wo sie da ist, erfüllt sie uns mit gemischten Gefühlen. Da nützt auch das freundliche Grün des Anstrichs nichts. Was ist das für eine Gesellschaft, in der man Grundschulen einzäunen muss?
Die Kinder hingegen freuen sich unbelastet. Der Zaun wird berüttelt und mit Kennermiene begutachtet. Die solide Bauweise wird gelobt, die Höhe bewundert. Manchen fehlt gar der Stacheldraht: „Weißt du, Frau Weh, dann pieken die sich nämlich voll in den Hintern und in den duweißtschon, wenn die da drüber klettern!“. Justin grinst diabolisch.
„Oh ja, dann werden die da so voll aufgespießt! Geil!“, freut sich Leon mit ihm.
„Eh, dann hängen da voll die Skelette rum wie bei Medieval Moves“, Lennox weiß Bescheid.
„Aber“, schaltet sich da Amelie mit gerunzelter Stirn ein, „was ist, wenn da mal ein Vogel landen will?“
Betretenes Schweigen unter den Jungs. „Dann“, meldet sich Leon zu Wort, „dann wär das ganz schöner Mist!“
Da wedelt Lennox gönnerhaft mit der Hand und verdreht die Augen: „Na, dann meinetwegen eben ohne Stacheldraht, aber mit total tiefem Graben dahinter!“
*(ja, das vermittelt eventuell einen falschen Eindruck. Aber das Format ist unschlagbar, die Qualität ebenfalls. Außerdem ist sie rot und hat Blümchen)
Pausenaufsicht. Malte aus der 4b kommt auf mich zugestürmt. Er reißt die Augen auf und verkündet mit gequältem Gesichtsausdruck:
„Frau Weh, ich hab eine ganz schlimme Hundeallergie!“
„Ok, Malte. Aber ihr habt keinen Hund.“
„Stimmt.“
Stille
„Aber ich muss eine Jacke aus HUNDEFELL anziehen.“
„Aus Hundefell? Sicher?“
„Ja! … nee. Ich zieh beim Theater für die Weihnachtsfeier eine Jacke vom Dennis an und dem sein Nachbar, der hat einen Hund. Und der… hat schonmal auf der Jacke draufgelegen.“
Ich will überhaupt kein iPad! Was soll ich denn mit einem iPad in der Schule anfangen? (Sebastian, weißt du da was zu?) Und warum wird auf einmal bei allen Fortbildungen, die Chefin besucht, damit geworben, dass die vorgestellten Produkte so wahnsinnig toll für den Musikunterricht wären?
Je mehr ich darüber nachdenke, umso verstimmter werde ich. Wieso ist eigentlich Geld für sowas da, aber keins für Seife in den Klassenräumen? (Von dem fiesen grauen IchwareinmaleinBaumundmusstesterben-Klopapier ganz zu schweigen.) Ich würde mich über das Planetenmodell freuen oder über einen kompletten Drum Circle. Wenns was mehr persönliches sein soll, dann gäb es da diesen einen entzückenden Mantel von Ewa i Walla oder endlich ein Paar nudefarbener Lackpumps in 37,5, die ich allerdings niemals anziehen werde, weil es in meinem Leben derzeit wenig Gelegenheiten dafür gibt. (Ich habe ein Faible für schöne, nutzlose Dinge.)
Ja, ich fürchte, ich bin bestechlich. Wenn ich mal im Kopf überschlage, was auf mein Bitten hin in den letzten Jahren für den Musikbereich angeschafft wurde, dann komme ich auf circa 100 Posten und eine recht stattliche Summe. Kleinpercussion, Effekte, verschiedene Trommeln, Keyboards, Roland, der Kasten, ein Mischpult, Boomwhackers, ein ordentlich großer Fernseher, neue CD- und DVD-Player, neue Boxen, neue Bühne, neuer Fußboden, letzte Woche der Satz Cajons. Fürs nächste Jahr füge ich der Liste ein paar eigene Funkmikros (also, wenn das morgen klappt, wenn nicht, wünsche ich mir ein Marimbaphon und ein Schlagzeug). Chefin macht es möglich. Wen interessiert die Haushaltssperre, wenn die Schule dringend einen Satz Sambainstrumente braucht? Dafür hat Chefin meinen größten Respekt.
Herr Weh bemängelt immer, dass bei Lehrern der persönliche (Mehr-)Einsatz nicht extra honoriert wird. Aber das stimmt so nicht. Vom Computerbereich einmal abgesehen, hat wohl kein Fachbereich unserer Schule in den letzten Jahren so aufgestockt wie meiner. Aber Chefin macht es nicht nur mir zuliebe. Vielmehr weiß sie, dass ich seit einiger Zeit mit dem Gedanken spiele, die Schule zu wechseln. Aber mit jeder Juju-Bohnen-Kette, die in meine Instrumentenschatzkammer einzieht, weiß sie, dass sie mir die Entscheidung schwerer macht. Denn mal ehrlich, wer gibt so eine Fülle auf, wenn er nicht weiß, wie die nächste Schule ausgestattet ist?