Zwischenstand

Ich sitze im Warteraum der Autowerkstatt und beobachte durch die Scheibe den Ölwechsel meines Wagens. Auf dem Tisch vor mir steht eine Tasse Kaffee und dampft fröhlich vor sich hin. Ich puste hinein und bemerke halb belustigt, halb irritiert, dass der Dampf sich in Form eines Herzens verflüchtigt. Überall Liebe. Sogar das Klopapier auf der Lehrertoilette trägt derzeit Herzchen. (Angeblich duftet es auch nach Rosen, aber das kann ich nicht bestätigen.)

Was aber ist mit mir und meinem Vorhaben?

Wie vorausgesehen ist es alles andere als einfach. Vielleicht habe ich mir zu viel vorgenommen. Wer krempelt schon innerhalb eines Monats sein Familienleben um? Immer wieder bin ich gereizt und genervt, besonders mit dem größeren Wehwehchen. Längst ist das keine Mutter-Sohn-Sache mehr, die Pubertät hat ihre tentakelhaften Widrigkeiten ins Familienleben eingeschleust. Plötzlich gibt es Widerworte, Nullbockphasen und Schulterzucken. Ach ja, einen neuen Mitbewohner haben wir auch, das mir doch egal! ist eingezogen. Es ist ein wenig wie bei Hase und Igel; wann immer ich einen Raum betrete, das mir doch egal! ist schon dort und hat wahlweise seinen Teller stehen gelassen, seine Wäsche vergessen oder seinen Ranzen auf den Boden geschleudert. Freunde hat es übrigens auch. Das ich hab keinen Hunger! beispielsweise sitzt regelmäßig übellaunig mit am Tisch und hat das heute mach ich keine Hausaufgaben! mitgebracht.

Das wäre ja vielleicht mit Humor noch zu ertragen, wenn da nicht noch mein eigenes Problem wäre: Ich komme schlecht aus meiner Lehrerrolle heraus. Es ist wie ein enges Kostümchen, in das ich mich morgens hineinschlängele, das aber spätestens nach dem Mittagessen spack auf den Hüften sitzt und mich (aber vor allem meine Familie) nicht mehr gut atmen lässt. Eine Brille, die ich vergesse abzulegen und die mich zwingt, meine Kinder mit Lehrerinnenblick anzusehen, wo eigentlich Verständnis, wenigstens aber ein freundlicher Rüffel angebracht wäre. Stattdessen takte ich den Tag durch, um eine Lücke zu finden, in die eine Extraportion Vokabeln, Grammatik, wasauchimmer hineingestopft werden könnte. Zu meiner Verteidigung muss ich anbringen, dass Schule nicht mehr so ist, wie früher. Ist das ein G8-Problem? Häufig kommt das Wehwehchen nach Hause und bringt Inhalte mit, die in der Schule lediglich angerissen, aber nicht vertieft wurden. Bitte gehen Sie das mit Ihrem Kind noch einmal in Ruhe durch und unterstützen sie es! Schreibt die Klassenlehrerin in einer E-Mail. Was aber ist mit Eltern, die sich weder zeitlich, noch intellektuell in der Lage sehen, die Schulbildung ihrer Kinder mit Kenntnissen in lateinischer Grammatik, Algebra oder der Verdauung der Kuh zu unterfüttern? Nicht jeder ist in der komfortablen Lage, sein Kind so zu begleiten. Gehen die dann einfach unter?

Kopfschüttelnd nehme ich einen Schluck Kaffee und lasse meinen Blick durch den Wartebereich schweifen. Die Kaffeemaschine blubbert beruhigend, als wolle sie mir zuraunen, mich endlich zu entspannen.

Will ich ja auch wirklich, mich entspannen. Aber oft genug macht mir die Schule Sorgen. Lustig eigentlich, nicht wahr? Wo ich doch zumindest ansatzweise vom Fach bin. Aber es scheint, als wäre das Gymnasium ein ganz anderer Kosmos, zumindest die Verantwortlichkeiten sind klar: Eltern, ran an die Arbeit! Ich rechne kurz durch und stelle fest, dass wenn das Wehwehchen Abi machen sollte und ich mein Verhalten nicht ändere, wenigstens einer von uns beiden zwangsläufig bis dahin irre werden wird.

Bevor ich mich in weiteren düsteren Prognosen ergehen kann, bringt mir der freundliche Monteur sowohl die Autoschlüssel als auch die frohe Kunde, ich hätte die nächsten 20.000 Kilometer Ruhe. „Oh, das wäre wirklich wunderbar!“, strahle ich ihn an. Die Aussicht 20.000 Kilometer lang nur Ruhe zu haben, hat etwas extrem Tröstliches! Wie weit käme ich, wenn ich jetzt einsteigen und einfach immer weiter fahren würde? Hätten wir dann wohl schon Abitur?

Ich winke dem verdutzten Monteur fröhlich zu, als ich vom Hof fahre. Heute machen wir keine Vokabeln mehr, beschließe ich, heute spielen wir Tischtennis!

Gespräch, Teil 2

Die Chefin schließt die Türe hinter mir und weist auf einen Stuhl. Im gleichen Moment taucht eine Erinnerung in meinem Kopf auf: Ich muss fünf oder sechs Jahre gewesen sein, als ich den ersten von vielen folgenden öffentlichen Auftritten hatte. Der Bürgermeister lud zum Empfang und ich umklammerte tapfer meine Blockflöte. Ob ich wegen des zweifelsohne vorhandenen Talentes oder einfach nur der niedlichen Zöpfe wegen auf die Bühne durfte, kann ich rückblickend nicht mehr beantworten. Meine Blockflötenlehrerin – wie immer stylisch in Leopardenleggings, es waren die 80er – bemerkte meine Nervosität, beugte sich zu mir herunter und raunte „Kopf nach oben, Blick geradeaus und lächeln, lächeln, lächeln!“. Dann schubste sie mich auf das Podest. An das Vorspiel selber habe ich keine Erinnerung mehr. Seltsam, dass mir das gerade jetzt einfällt, aber ich straffe automatisch die Schultern und hebe den Blick. „Was ist der Gesprächsanlass?“, frage ich und schaue der Chefin in die Augen.

„Ich hatte eine Unterhaltung mit Frau Tipps.“, erwidert die Chefin kühl. „Darin teilte sie mir mit, du hättest ein Problem mit deinem Team und dies sei ausschlaggebend für deinen Versetzungsantrag?“

„Wenn du mit meinem Team Frau Schmitz-Hahnenkamp und mich meinst, dann habe ich kein Problem. Es existiert nämlich nicht. Weder ein Team, noch ein Problem.“ Ich zucke die Achseln. Die Chefin schaut missbilligend und räuspert sich. Beides kann sie sehr überzeugend. Sie möchte die Gründe dargelegt bekommen. Ich habe das Bedürfnis etwas weiter auszuholen.

„Wir arbeiten jetzt seit mehr als 10 Jahren zusammen. Du kennst mich als engagierte und vor allem loyale Kollegin. Ich habe nie zu denen gehört, die alles abgenickt und hinter deinem Rücken zerrissen haben. Im Gegenteil habe ich Schwierigkeiten immer direkt angesprochen und nach geeigneten Lösungen gesucht.“

Die Chefin nickt und bestätigt dies.

„Auch als Lehrerrat habe ich mich, egal wie verfahren sich eine Situation dargestellt hat, immer um eine objektive Sicht und vor allem um eine gute Gesprächskultur bemüht.“ Obwohl ich das Gefühl habe, mich wie eine Milchkuh anzupreisen, fahre ich fort. „Kommunikationsprozesse, ja, auch schwierige, liegen mir und ich habe eine gute Menschenkenntnis. Ich bin in hohem Maße teamfähig und arbeite gerne mit den Kolleginnen zusammen.“

Der Chefin wird es langsam unbehaglich ob meines Redeschwalls. Sie lenkt ein: „Ja, das weiß ich doch und dafür schätze ich dich sehr!“

„Es liegt mir fern, negativ über eine Kollegin zu reden, die nicht anwesend ist. Ich werde das auch in diesem Falle nicht tun und hätte dieses Gespräch von mir aus nicht gesucht. Die Gründe für meinen Versetzungsantrag kennst du. Wir haben darüber gesprochen, dass ich aus familiären Gründen wohnortnah versetzt werden möchte und dass es an der Zeit für neue Erfahrungen und ein neues Schulumfeld ist. Tatsächlich – und auch das weißt du – trage ich den Gedanken an eine Versetzung schon ein paar Jahre mit mir herum.“

Auch an dieser Stelle nickt die Chefin wieder, möchte aber jetzt konkret wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen der Teamkonstellation und meiner Entscheidung gebe. Ich wähle meine Worte mit Bedacht.

„Ich habe in den letzten 1,5 Jahren viel gelernt. Über mich, über dynamische Prozesse und über die Schwierigkeit menschlicher Kommunikation. Vielleicht habe ich sogar“, überlege ich, „in den letzten Jahren mehr darüber gelernt, als in den ganzen Jahren zuvor. Ganz sicher bin ich mir aber darin, dass ich mehr darüber erfahren habe, als ich je wollte. Und darin“, jetzt kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, „dass die letzten Jahre auch für Frau Schmitz-Hahnenkamp nicht ganz so wie erwartet verliefen. Das werte ich durchaus positiv im Sinne der Schulentwicklung.“

Auch die Chefin kann ein Schmunzeln nicht verbergen. „Eigentlich“, räumt sie ein, „wollte ich dich nur fragen, ob es ein Problem gibt, bei dem ich dich unterstützen kann. Aber ich sehe, dass du die Situation gut im Griff hast.“ Sie entlässt mich seufzend. „Und danke für die überzeugende Darstellung deiner verbalen Fähigkeiten. Jetzt weiß ich wieder, warum ich dich so überaus ungerne gehen lasse.“

 

 

Gespräch, Teil 1

„Oh, Frau Weh, es tut mir so leid, ich habe Mist gebaut!“

Die weltbeste Sekretärin steht zerknirscht vor mir und schüttelt den Kopf. Sie hatte eine Auseinandersetzung mit der Chefin, was selten vorkommt, weil sie nicht von ungefähr die weltbeste Sekretärin ist. Aber manchmal reißt auch dem geduldigsten Herzstück der Schule der Geduldsfaden.

„Nachdem die Chefin Frau Schmitz-Hahnenkamp wieder über den grünen Klee gelobt hat, weil sie so schön im Lehrerzimmer den Tisch gewischt hat, hat sie mich tatsächlich gefragt, ob ich eine Ahnung hätte, warum die Kolleginnen derzeit mal wieder das Messer auf die werte Kollegin geschliffen haben. Da habe ich sie mal gefragt, ob sie nicht langsam Gefahr läuft, auf der gezielt ausgelegten Schleimspur auszurutschen.“

Ich staune die weltbeste Sekretärin mit offenem Mund an. Was für Töne!

„Ist doch wahr! Immer diese scheinheiligen Nettigkeiten, aber grundsätzlich mit Vorbehalt. Denn weißt du“, und nun regt sie sich so auf, dass sie ihren komfortablen Bürostuhl (auf dessen Besitz ich immer ein wenig neidisch bin) verlässt und im Büro auf- und abgeht, „im gleichen Atemzug, mit dem sie geflötet hat, wie gerne sie sich doch um das Lehrerzimmer kümmert, hat sie einfließen lassen, dass sich ja eigentlich Frau Mandel darum kümmern wollte. Immer dieses Hintenrum! Ehrlich, das geht gar nicht!“

Ich denke an all die missglückten Gespräche, die ich mit Frau Schmitz-Hahnenkamp geführt und nach denen ich mich mies gefühlt habe. An die vielen Male, die sie mir scheinbar einen Gefallen getan hatte, nur um dann hintenrum der Chefin mitzuteilen, wie überlastet ich sei. Halbe Infos, die sie zu unpassendem Zeitpunkt an die Eltern ausgegeben hat, um sich selbst in ein besseres Licht zu setzen. Gemeinsame Absprachen, die nicht eingehalten oder Klassenarbeiten, die plötzlich nach anderen Maßstäben korrigiert wurden. Hmm. Es stimmt, bei allem, was sie tut und sei es noch so freundlich gemeint, bleibt ein Geschmäckle.

„Und dann habe ich dich mit ins Gespräch gebracht. Ehrlich, es tut mir so leid!“

Noch immer weiß ich nicht, warum die weltbeste Sekretärin so geknickt ist und schaue sie abwartend an.

„Ich habe die Chefin gefragt, ob sie sich eigentlich mal überlegt hat, warum du wohl gerade jetzt die Schule wechseln willst.“

Upps. Ich schnappe nach Luft. „Das ist natürlich unschön.“ Ich nehme mir ein Stück Schokolade, die vermutlich nicht fit macht, aber hoffentlich ein wenig das flaue Gefühl vertreiben wird, das sich in meiner Magengrube ausbreitet.

„Ich weiß…“ Meine Gesprächspartnerin lässt sich geknickt auf den Stuhl fallen und seufzt. „Ich wollte dich nur informieren, damit du nicht aus allen Wolken fällst, falls die Chefin etwas sagt.“

„Ok.“ Ich nicke ihr zu. „Danke.“

Ich habe den Schultag fast geschafft, als ich der Chefin auf dem Flur begegne. „Kommst du bitte mal herein?“, fragt sie und hält mir die Tür auf. Ich nicke und atme noch einmal tief durch.

 

 

Es gibt so Tage…

Dass der Wurm drin ist, merken das Miniweh und ich, als wir pünktlich um 7.00 Uhr vor der Kindergartentüre stehen.

Verschlossen.

Zunächst bin ich irritiert, dann erleichtert, als ein paar Minuten später eine Erzieherin außer Atem die Türe mit den Worten „Der Frühdienst ist krank“ aufschließt. Das Miniweh drückt sich an mich und will meine Hand nicht loslassen. Ermutigend rede ich auf es ein und schaffe es zur Garderobe. „Ich muss Pipi!“ Ich schwitze in meiner dicken Jacke. Trotzdem sich das Miniweh vorbildlich und schnell umziehen lässt, in Rekordzeit ein mittelgroßes Geschäft erledigt und mir drei satte Schmatzer aufdrückt, fehlen mir beim Verlassen des Kindergartens sechs Minuten. Es sind diese sechs Minuten, die mich zwischen zwei Müllautos katapultieren, denen ich sonst entkommen wäre. Aus sechs Minuten werden neun, eine Baustellenampel (war die gestern auch schon da?) tut ihr übriges. Die restliche Fart trommle ich mit den Fingern aufs Lenkrad, der Blick geht immer wieder gehetzt zur Uhr. Endlich auf dem Lehrerparkplatz angekommen trete ich in einen Hundehaufen. Scheiße, denke ich. Wie passend.

Fluchend versuche ich den Schuh am spärlichen Grasbewuchs des Randstreifens zu reinigen.

„Wir fangen pünktlich an!“, zischt die Konrektorin, als ich das Lehrerzimmer 10 Minuten zu spät zur Dienstbesprechung betrete. „Was stinkt hier denn so?“

„Ach“, entgegne ich, „das muss wohl die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein.“ Ich lasse mich matt auf meinen Platz sinken. Die nächsten Stunden verfliegen. Die Kinder sind unausgeglichen und motzig – es war doch gerade erst Vollmond? Nach meinem Unterricht scheuche ich die Viertklässler auf den Schulhof, um die Klasse abzuschließen, als mir die Konrektorin entgegenkommt, meine Zeugnisse in der Hand. „Die musst du wohl nochmal machen, da ist dir immer eine Zeile verrutscht.“, sie weist auf die entsprechende Linie und lächelt süffisant, „Hast du was am Formular geändert?“

Ich habe keine Zeit für unnötige Diskussionen, das Miniweh muss abgeholt werden. „Ok“, antworte ich daher nur knapp, den Hals zugeschnürt, und greife nach dem Packen, „dann werde ich die mal schreddern.“ Ich lasse die Kollegin stehen, die mir noch irgendetwas hinterherruft – vermutlich hat es mit der medialen Unfähigkeit unseres Kollegiums zu tun. Ich würde mich ja ärgern, aber mir fehlt gerade die Kraft dazu. Es ist jedes Jahr das Gleiche. Irgendwas passiert immer mit den Zeugnisformularen. Vielleicht ist es wirklich meine Unfähigkeit, eine Vorlage auszufüllen, auf einen Stick zu packen und auszudrucken. Wer weiß das schon so genau? Seltsam allerdings, dass es auch den anderen Kolleginnen so geht.

Ich komme noch pünktlich in den Kindergarten, wo mir das Miniweh beglückt in die Arme segelt. Ich drücke es fest. Runterschlucken, denke ich, abhaken und fertig! Das Mittagessen will gekocht, der Spielplatz besucht und die Vokabeln mit dem anderen Wehwehchen geübt werden. Hak es einfach ab, Frau Weh!

Jetzt sitze ich am Schreibtisch und stelle fest, dass es sich mitnichten nur um eine läppische verrutschte Zeile handelt, was durch einen simplen Klick behoben werden könnte. Das komplette Formular ist aus den Angeln gehoben. Neu schreiben. Alle. Bis morgen.

EDIT:

Problem analysiert: Die Vorlage ist in Textmaker erstellt, mein Word ziert sich vonwegen Kompabilität. Nachdem ich nun eine Weile stumme Zwiesprache mit meinem Rechner gehalten (und zwischendurch dem größeren Wehwehchen eine Wärmflasche gemacht habe, was auf eine unruhige Nacht hinweisen könnte), habe ich nun beschlossen, zum ALLERERSTEN MAL meine Zeugnisse nicht pünktlich abzugeben, sondern mich stattdessen ganz entspannt am Wochenende noch einmal dransetzen werde. Heureka! Manchmal mache ich mir selber Angst! :mrgreen:

Freio!

„Frau Weh, Frau Weh, kommen Sie schnell! Da stehen zwei Onkel vom Ercan auffem Schulhof, die wollen den Sinan verprügeln!“

Eine ganze Horde Schüler stürmt zu Beginn der großen Pause in meinen Klassenraum zurück, in dem ich gerade in einen kleinen, persönlichen Kampf mit dem Smartboard verwickelt bin, den ich eigentlich gerne ohne weitere Zeugen austragen wollte.

„Hier verprügelt keiner irgendjemanden!“, antworte ich, werfe der unfolgsamen Tafel einen letzen angesäuerten Blick zu und schreite energischen Schrittes Richtung Schulhof. Die Querelen zwischen Sinan und Ercan habe ich sowas von satt. Erst hat der eine dies, dann hat der andere das und so weiter und so fort. Tatsächlich gehören beide Jungen nicht gerade zur Sorte der sozialverträglichen Hellköpfe, allerdings hat Viertklässler Sinan einen deutlichen körperlichen Vorteil dem zwei Jahre Jüngeren gegenüber – er wiegt mindestens 20 Kilo mehr und überragt den Zweitklässler um Haupteslänge. Insofern war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis sich Ercan Familienhilfe dazuholen würde. Trotzdem pffffft! die Onkel auffem Schulhof glaube ich erst, wenn ich sie sehe.

Ich betrete den Schulhof und umrunde die kahle Kastanie, immer noch forsch unterwegs. Und da stehen sie, die Onkel… o—ha! Mein Schritt verlangsamt sich minimal, als ich die beiden Kanten sehe. Groß. Breit. Finsterer Blick. Ich schlucke unmerklich, straffe die Schultern und hebe das Kinn – jetzt dürfte ich mich ungefähr auf Bauchnabelhöhe befinden. Deeskalation, Frau Weh, Deeskalation!, raunt mir mein verschrecktes Unterbewusstsein noch zu, bevor es sich mit Bauchgrummeln in die (hoffentlich) sicheren Eingeweide verzieht. Scheiße, was für Anabolikapakete! Zuverlässig schütten meine Nebennieren Adrenalin aus und lassen meinen Puls in die Höhe schnellen. Doofer Sinan, dass er mich in eine solche Situation bringt. Sollen sie doch ihm eine kleben, besser als mir! Warum ist der überhaupt in meiner Klasse? Und Ercan, so eine Pfeife, kann der sich nicht einfach mal von den Viertklässlern fernhalten? Nee, nee, immer mit den großen Hunden pinkeln wollen, aber das Bein nicht heben! Solche und weitere Gedanken durchströmen mein Hirn wie eine Horde aufgescheuchter Hühner. Doch mir ist klar, dass mich mindestens 12 Augenpaare atemlos beobachten (und vermutlich bereits Wetten abschließen), also muss ich weiter.

Noch ein paar Schritte, kurzes bewusstes Ausatmen, ich bin da.

„Hallo, guten Tag, ich bin Frau Weh, kann ich helfen?“. Zwar strahle ich die beiden Titanen an, lasse aber in puncto Körperhaltung, Blick und Stimme keinen Zweifel daran, dass ich hier der Chef im Ring bin. (Zwischen Mut und Wahnwitz liegt ja bekanntlich nur eine Haaresbreite…)

„Äh ja…“, stottert der erste Onkel, sichtlich irritiert darüber, dass ihn ein weibliches Wesen so resolut unter der Gürtellinie angeht – viel höher reiche ich nämlich nicht.

„Öhm…“, meldet sich jetzt auch Onkel Nummer 2 zu Wort, das Hemd spannt ihm auf der breiten Brust.

„Mir ist zu Ohren gekommen, Sie hätten da etwas mit einem Kind meiner Klasse zu besprechen.“ Ich betone das Wort Kind besonders, was Sinan mindestens drei Kleidergrößen schrumpfen und zu einem schutzbedürftigen Knaben werden lässt. „Äh ja, wir wollen ma mit dem Sinan sprechen, dass der nich immer auffen Ercan losgeht. Können wir ma rüber?“, Onkel Nummer 1 nickt in Richtung meiner Klasse, die sich hin- und hergerissen zwischen Schaulust und Furchtsamkeit langsam näher pirscht, Sinan – siehe da! – in der Mitte (ich bin gerührt. Wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht?).

„Nein“, lache ich amüsiert auf, „ganz sicher nicht!“ Ich gehe einen Schritt auf die Onkel zu, bewusst den Tanzabstand unterschreitend und dränge sie so Zentimeter für Zentimeter zum Schultor zurück. „Aber ich kümmere mich natürlich gerne darum, dass sich die beiden Jungen mal in Ruhe aussprechen.“ Die beiden Männer werfen sich unsichere Blicke zu; das hier läuft ganz offensichtlich nicht wie geplant. Ich rücke noch etwas näher und sie stehen vor dem Schultor. „Wissen Sie“, sage ich in versöhnlichem Ton, „ich kann Sie ja gut verstehen, Sie machen sich ja nur Sorgen um Ihren Neffen. Der allerdings“ und hier wird meine Stimme wieder strenger, „erst letzte Woche auf Sinans Jacke gespuckt hat.“ Das ist ihnen jetzt peinlich und beide Onkel räumen ein, dass Ercan ja ein richtiger Junge und manchmal ein ganz schöner Racker sein kann. „Haha“, wir lachen gemeinsam über den lebenslustigen kleinen Kerl. Am Ende des Gesprächs, das noch eine ganze Weile dauert, bedanken sich die beiden Männer bei mir für das Verständnis und das tolle Gespräch („Mann, hätt ich ma so Lehrer gehabt!“) und natürlich gehen sie jetzt und warten nicht auf Schulschluss, sollen die Jungs das man ruhig unter sich regeln, ne? Tschüss, Frau Weh, klasse Sache!

Als ich das Schultor hinter den beiden schließe und mich dem munteren Treiben auf dem Schulhof zuwende, bemerke ich, dass meine Beine leicht zittern. Boah, was für eine Begegnung. Doch nun fluten bereits die Endorphine meinen Körper, ich gehe, ach Quatsch, ich schwebe 3 Meter über dem Boden, be a hero, be a teacher! Da begegne ich Sinan und lande wieder auf dem (harten!) Boden der Realität. „Du!“, pflaume ich ihn an, den ausgestreckten Zeigefinger nur wenige Millimeter von seiner blassen Nase entfernt, „Das war das erste und das letzte Mal, dass ich mich da einmische! Benimm dich gefälligst und lass Ercan in Frieden! Ich bin doch nicht dein Freio!

 

 

 

Wahlkampf

„Wählt mich und ich verspreche euch die tollste Klassenfahrtsfete, die ihr je erlebt habt!“ Der Sprecher sonnt sich im Applaus der Viertklässler und ignoriert die vereinzelten Buhrufe aus dem Publikum geflissentlich.

Wir befinden uns mitten im Wahlkampf. (Und es ist ein Kampf!) Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen. Seit knapp einer Woche hängen die Wahlplakate der potentiellen Klassensprecher. Teilweise äußerst professionell gestaltet, da war wohl der ein oder andere Papa mit Photoshop am Werk. Auf mich könnt ihr immer zählen, nicht nur in Mathe!!! kann man da lesen, oder auch Ich bin zuverlässig, ehrlich und gut in Basketball! Wählt mich zu eurem Klassensprecher! Dann noch ein Foto in Politikerpose, die Hände zum Gruß erhoben. Da geht was!

Haben wir im dritten Schuljahr noch profan über die wünschenswerten Eigenschaften desjenigen gesprochen, der das wichtige Amt übernehmen soll, so darf in diesem Schuljahr kräftig die Eigenwerbetrommel gerührt werden. Es ist hochspannend und interessant, wie die einzelnen Kinder sich und ihre Wirkung auf die Mitschüler einschätzen, welche Wortwahl sie treffen und auch welche Versprechungen sie machen. Politisch? Auch das.

Da wollen Deals ausgehandelt, Überzeugungen an Mann und Maus gebracht werden – zumindest an Selbstbewusstsein mangelt es den Anwärtern nicht! Aber es wird auch bemerkt, wie schmal der Grat zwischen Versprechung, Abmachung und Erpressung ist. Wer hat die besseren Argumente und wer setzt vielleicht stattdessen die potentiellem Wähler mit purem „Wenn…dann!“ unter Druck? Ich bin Beobachter in dieser spannenden Phase und ich beobachte mit zunehmender Freude.

Es ist ein gutes Gefühl, zu sehen, dass die Bemühungen des letzten Jahres Früchte tragen. „Man erntet, was man sät“, nickt Frau Abendroth, als ich hingerissen von der Gruppendynamik berichte. Ja, sie machen mir Freude, die Viertklässler. Aber was war das auch für eine Arbeit: Gesprächsregeln etablieren, Ich-Botschaften anwenden lernen, Klassenrat halten. Immer wieder von Neuem abbrechen, wo Eskalationen drohten, gebetsmühlenartig auf den angemessenen Umgang miteinander hinweisen. Soziales Lernen, wann und wo immer es ging. Und nun, auf einmal: Demokratie! Hammer!

an apple a day oder: Was ist guter Unterricht?

Frau Schmitz-Hahnenkamp stellt mich auf dem Weg zur Aufsicht.

In Gedanken bin ich noch beim gestrigen Unterrichtsbesuch meiner Referendarin, daher bemerke ich meine Kollegin erst im letzten Moment. Deckung suchen zwecklos. (Ich werde unaufmerksam. Tatsächlich beschäftigt mich die Erinnerung an das Nachgespräch ziemlich. Forderte mich die Fachleiterin doch freundlich, aber auch sehr bestimmt auf, die vorangegangene Stunde anhand eines Rasters verschiedener Handlungsfelder einzuordnen und zu begründen. Seltsam, als ich Referendarin war, musste ich mich selber im Gespräch erklären, da war nie die Rede davon, dass meine Mentorin wie Jeanne d’Arc hervorspringt oder gar schützende Erklärungen vor ihrem Mündel aufbaut. Tja, tempora mutantur, nos et mutamur in illis*.)

Nun aber Frau Schmitz-Hahnenkamp. Dass meine Klasse erneut ihren unbändigen Zorn hervorgerufen hat, war mir klar, als ich heute morgen einen Blick auf meine Schreibtischplatte warf. Was der bösen Hexe des Ostens die roten Schuhe, ist Frau Schmitz-Hahnenkamp das Post-it: rote, gelbe, sogar ein grünes war dabei. Darauf der übliche Beschwerdecocktail: ungemachte Hausaufgaben, verschwundene Arbeitsblätter und freches Klientel. Alles in meiner Klasse! Bevor sie jedoch ihren Monolog über meine pädagogischen Unfähigkeiten und deren Auswirkungen auf die Viertklässler beginnen kann, schneide ich ihr das Wort ab:

„Frau Schmitz-Hahnenkamp, ich denke, es wird Zeit: Du solltest dich unbedingt einmal aufmerksam mit den 10 Merkmalen guten Unterrichts befassen.“

Ihr Blick wechselt von empört zu unfassbar empört. Schon holt sie Luft und lässt eine ganze Salve auf mich nieder. Was ich mir denke, was ich da sage, sie träfe gar keine Schuld, das sei schließlich meine Klasse, sie fühle sich nur mitverantwortlich und wolle mir helfen, aber sie merke schon, das sei vergebliche Liebesmüh, ich wäre ein schwieriger Charakter und sie wolle nur nett sein, mich informieren über die katastrophalen Zustände, aber so etwas wäre ihr noch nicht passiert, guter Unterricht, pah! natürlich gäbe sie sehr guten Unterricht!

Ich ziehe einen Apfel aus der Tasche und beiße genüsslich hinein. Endlich ist sie fertig und schaut mich pikiert an – möglicherweise, weil es mir nur unzureichend gelingt, mein Grinsen zu verbergen. Aber was soll ich auch tun? Die Kollegin geht ab wie Schmitz Katze! Als sich bereits eine interessierte Schar kleiner Menschen um uns versammelt hat (was tun die da? Schließen die etwa Wetten ab?), sehe ich mich genötigt die Situation aufzuklären:“Das ist wirklich ganz furchtbar spannend, was du da sagst, aber ich weiß gar nicht, wovon du redest!? Eigentlich wollte ich dir nur mitteilen, dass sich die OVP** geändert hat und du darauf gefasst sein musst, dass du nach dem Unterrichtsbesuch von Frau Kahle um eine Stellungnahme gebeten wirst. Die Fachleiterin wird Karten mit Handlungsfeldern, Kompetenzen und Standards auf den Tisch legen. Da kommen ein paar Kernpunkte von Hilbert Meyer ganz gut an. Ich wurde davon gestern ziemlich überrascht, also dachte ich, ich sag dir das netterweise vorher. Von einer Kritik an deinem Unterrichtsstil“, und nun schüttle ich verwundert den Kopf, „kann hier wirklich keine Rede sein. Wie kommst du denn bloß auf so etwas?“

 

* Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen. Von Ovid, nicht von Weh.

** OVP steht in diesem Zusammenhang mitnichten für Originalverpackung, sondern für Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen. Ein ziemlich wichtiges Schriftstück.

Was ist dir denn über die Leber gelaufen?*

„Ich habe Sie vermisst!“, ruft Giuliano und wirft sich in meine Arme. Staunend bemerke ich, dass der Viertklässler in den Sommerferien mindestens 5 cm gewachsen ist und seine braunen Löckchen lustig vor meiner Nase auf- und abwippen. Auch ein paar Pünktchen wippen mit. Ich schaue noch einmal genauer hin und erstarre: Die Pünktchen haben Beine und Arme (und Hörnchen und Beißwerkzeuge, Kettensägen und weiß der Himmel, was sonst noch!). Sofort halte ich Giuliano auf Armeslänge von mir weg, ein Kribbeln läuft durch meinen Körper. Scheiße, Läuse!

„Giuliano? Juckt es dich auf dem Kopf?“

„Boah, total!“, lautet die ehrliche Antwort, untermalt von einem beseelten Kratzen auf der Kopfhaut. „Mein Bruder hatte in den Ferien Läuse. Da habe ich die ganze Zeit gedacht, ich krieg die auch.“

„Nun, jetzt sind sie da“, teile ich ihm mit und unterdrücke den furchtbar starken Impuls, mir ebenfalls das Haar zu raufen. In den vergangenen Jahren wurde unsere Schule immer wieder von ganzen Heerscharen kleiner Krabbler heimgesucht; Jacken wurden in Säcke gestopft, Haare stramm zusammengebunden und tonnenweise mit Haarspray verklebt. Der Geruch von Teebaumöl haftet bis heute dem Holz mancher Schülertische an, auf die in stummer Verzweiflung das ein oder andere Kinderköpfchen abgelegt wurde. Auf Beratungen folgten Belehrungen, sogar das Gesundheitsamt wurde kontaktiert. Und das alles, weil manche Eltern die notwendige Wiederholung der Behandlung nach 8-10 Tagen schwänzten. Waren doch schließlich schon alle tot, die Tierchen, wollja?

Wenig später steht eine sichtlich unerfreute Mutter vor mir, die meinen Hinweis, unbedingt auch die zweite Anwendung des Läusemittels durchzuführen mit einem verächtlichen Schnauben kommentiert: „Lehrer müsste man sein! Erst sechs Wochen Ferien haben und dann direkt die Kinder wieder nach Hause schicken!“

„Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“, fragt mich kurz darauf Kollegin Müller, als ich mit säuerlicher Miene zurück in meinen Klassenraum gehe.

„Meine Klasse parasitiert schon wieder“, grummle ich als Antwort. Sekunden später kratze ich mich hingebungsvoll hinter den Ohren.

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* Pediculus humanus capitis!

Alles dreht am Rad

Heute hätte ich die Drittklässler an die Wand klatschen können. (Ob in der Hoffnung auf fesche Prinzen oder freche Frösche sei mal dahingestellt. Hauptsache einen Moment Ordnung im Chaos.) Da fehlen auf einmal Hefte und Hausschuhe, Hausaufgabenhefte und – schlimmer noch! – jegliche Haltung. Die Kinder lümmeln auf ihren Stühlen und kleben an ihren Tischplatten als wäre die Schwerkraft dieser Tage mal eben verdoppelt worden. Dann noch die Hitze! Die Drittklässler benehmen sich wie Dörrpflaumen. Aufmüpfige Dörrpflaumen!

„Boah, Frau Weh“, stöhnt Giuliano als er von mir einen Vermerk wegen nicht gemachter Hausaufgaben kassiert, „Sie sind doch bestimmt auch froh, wenn Sie uns mal eine Weile nicht sehen, oder?“

Ich hebe meinen Blick vom Heft und schaue ihn mit schmalen Augen an. „Ja“, antworte ich, „das kannst du aber laut sagen!“ Eine Weile spielen wir das Spiel wer zuerst blinzelt. Giuliano verliert und grinst frech: „Aber nach spätestens drei Wochen vermissen Sie uns!“

Ich gehe mit: „Frühestens nach fünf!“

„Vier!“

Vielleicht viereinhalb! Aber nur, wenn du deine Hausaufgaben erledigst!“

„Warum müssen wir eigentlich noch arbeiten?“, schaltet sich da Sinan ein. „Mein Bruder auf Hauptschule muss gar nix mehr machen, die gehen nur noch draußen und Filme und so.“

Ich werfe einen bösen Blick in die Runde: „Hier wird bis zum letzten Tag gearbeitet. Ach, was sag‘ ich, bis zur letzten Minute!“

„In der letzten Minute singen wir aber. Mit Ihnen übrigens!“, entgegnet Friederike spitz.

Ich seufze theatralisch: „Ihr seid wirklich ein unmöglicher Haufen!“

Giuliano lacht frech: „Ha ha, Sie vermissen uns jetzt schon!“

Happy Birthday!

Heimlich, still und leise ist mein kleiner Lieblingsblog heute 2 Jahre, 2 Wochen und 2 Tage alt geworden. Das Ganze eine Spur leiser als letztes Jahr , aber dennoch voller Freude.

Diese letzten zwei Jahre sind eine Zeit voller Entwicklung, die sich auch in den Beiträgen widerspiegelt. Anstrengungen, Aufregungen, viel Spaß, aber auch bedrückende Erlebnisse habe ich hier öffentlich gemacht, anfänglich für einige wenige Leser, später für ein immer größer werdendes Publikum. Immer, wirklich immer habe ich positive Rückmeldungen bekommen, die mir deutlich machen, dass dieser blog nicht nur konsumiert, sondern mit wirklichem Interesse und Anteilnahme gelesen wird. Das erfüllt mich mit Freude! Ich habe an dieser Stelle so viele Tipps bekommen, gut gemeinte Kritik, Denkanstöße und immer wieder Zustimmung. Manche von euch haben mir den Kopf zurechtgerückt, wenn es nötig schien, gut so! So viele von euch haben sich bei mir für meine Gedanken und Texte bedankt, was in diesem Medium leider nicht immer selbstverständlich ist. Dieses Danke möchte ich euch heute zurückgeben:

Danke, dass ihr meinen blog und auch mein Lehrersein begleitet!

Danke für eure Kommentare, eure guten Wünsche und die Bestätigung, die ihr mir so selbstverständlich gebt. Würde jede Kollegin, jeder Kollege so viel Rückendeckung erfahren, der Beruf wäre leichter!

Auf viele weitere geteilte Momente, herzlichst

eure Frau Weh